Vegane Alternativen zu Milch

Lange Zeit galt die Kuhmilch als wohl eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt. Doch gerade in letzter Zeit scheint es, auch unter Nicht-Veganern, ein Umdenken zu geben, denn: Vegane Alternativen zu Milch werden immer beliebter. Wo es diese früher noch fast ausschließlich im Bio-Markt gab, präsentieren uns heute sogar Lidl, Aldi und co. ihre Mandel- und Hafermilch Hausmarken.

Doch welche Pflanzenmilch schmeckt eigentlich am besten? In welcher finden sich welche Inhaltsstoffe? Und wo steckt eigentlich das meiste Protein? In diesem Artikel gehen wir eben genau solchen Fragen auf den Grund.

 

Was spricht gegen Kuhmilch?

Doch zunächst einmal: Was spricht eigentlich gegen Kuhmilch? Angeblich hat Kuhmilch doch besonders viel Kalzium und hilft somit gegen Osteoporose, oder? Nein, eben nicht. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, welche starke Indizien dafür liefern, dass gerade dies nicht der Fall ist. Einiges deutet im Gegenteil darauf hin, dass Kuhmilch den Knochen sogar das Kalzium entzieht und die Wahrscheinlichkeit, an Osteoporose zu erkranken, sogar erhöht. Eine Studie der Harvard University findet sogar Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von Kuhmilch und einem erhöhten Krebsrisiko!

Ein weiterer Grund, auf Kuhmilch zu verzichten, findet sich in dem Fakt, dass sage und schreibe 75% der Weltbevölkerung an einer Milchunverträglichkeit wie etwa Laktoseintoleranz leidet. Ein häufiges Symptom hiervon ist übrigens Akne. Schau dir in der Umkleidekabine deines Fitnessstudios einfach mal die Rücken der Sportskanonen an, die viel Whey-Protein zu sich nehmen, dann siehst du, was ich meine.

Ein dritter, guter Grund, um auf Kuhmilch zu verzichten, liegt in der Verringerung des Leides der Tiere. Kühe geben, genau wie Menschen, Milch, um ihre Säuglinge zu füttern. Damit eine industrielle Milchkuh durchgehend Milch „produzieren“ kann, wird sie etwa einmal pro Jahr befruchtet. Ihr Kalb wird ihr unmittelbar nach der Geburt weggenommen, damit bloß keine Milch „verschwendet“ wird. Die männlichen Kälber werden schnell geschlachtet (Kalbsfleisch), die weiblichen Kälber erleiden das gleiche Schicksal wie ihre Mütter.

Du siehst also, es gibt viele gute Gründe, um auf Kuhmilch zu verzichten. Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, dann schau dir diesen Artikel hier an.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Sojamilch

Aber zum Glück muss eigentlich niemand zum Tierleid beitragen oder seine Gesundheit gefährden. Denn es gibt massenhaft Alternativen zu Milch.

Die wohl bekannteste ist die Sojamilch. Diese ist ein echtes All-Round Talent, da du sie sowohl zum Kochen, als auch zum Backen benutzen kannst. Sie lässt sich übrigens sogar aufschäumen! Auch die 3 bis 4g Protein auf 100ml (je nach Hersteller) können sich sehen lassen. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie weniger Fett hat als Kuhmilch und kein Cholesterin enthält.

Bevor wir jetzt aber in Jubel ausbrechen gilt es zu bedenken, dass Soja ein Allergen ist, welches manche Menschen nicht vertragen. Auch der Geschmack, der an eine Mischung aus Getreide und Bohnen erinnert, ist nicht jedermanns Sache.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Hafermilch

Zugegeben, ich selbst bin kein großer Fan von Hafermilch, aber das ist schließlich Geschmackssache. Da Sie keine Laktose und kein Soja enthält, ist sie für Menschen geeignet, die hiergegen allergisch sind. Aber Achtung: Hafermilch kann Gluten enthalten.

Wie alle pflanzlichen Lebensmittel ist auch Hafermilch frei von Cholesterin und hat im Gegenteil sogar cholesterinsenkende Eigenschaften. Sie eignet sich gut zum Kochen und Backen und ist mittlerweile in vielen Supermärkten erhältlich. Warum ich sie also nicht mag? Nun, zum einen finde ich den Geschmack etwas fade, zum anderen hat sie ziemlich viele Kalorien und dafür relativ wenig Nährstoffe.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Dinkelmilch

Dinkelmilch als Getreidemilch ist sehr nahe mit der Hafermilch verwandt und hat daher ähnliche Eigenschaften. Sie besitzt aber einen süßeren Geschmack und eignet sich daher gut zur Zubereitung von süßen Speisen oder als Alternative im Kaffee.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Mandelmilch

Mandelmilch war noch bis vor kurzem mein absoluter Favorit unter den Alternativen zu Milch. Dies liegt zum einen daran, dass sie einen sehr milden, leicht nussigen und (auch ohne Zuckerzusatz) eher süßen Geschmack hat. Zum anderen steckt sie noch dazu voller ungesättigter Fettsäuren, Spurenelemente und Vitaminen. Der Fettgehalt ist niedrig, der Proteingehalt nur leider auch. Sie eignet sich durch ihren leckeren Geschmack außerdem sehr gut zum Backen – im Kaffee flockt sie meiner Erfahrung nach nur leider etwas.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Reismilch

Auch mit der Reismilch konnte ich mich bisher noch nicht so recht anfreunden, da sie vergleichsweise Kalorienreich und Nährstoffarm ist. Dafür schmeckt sie aber recht gut (ebenfalls leicht süß). Und der große Vorteil: Sie ist besonders gut für Allergiker geeignet, da sie weder Laktose, noch Soja oder Gluten enthält. Außerdem lässt sie sich ebenfalls gut zum Kochen und Backen verwenden.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Hanfmilch

Hanfmilch ist hierzulande noch eher ein Exot, allerdings wird ihr Marktanteil in nächster Zeit wohl zunehmen. Und das liegt daran, dass sie einen hohen Anteil an Omega-3 Fettsäuren hat und im Vergleich zu den anderen Pflanzenmilchsorten mehr Protein enthält. Sie hat einen leicht nussigen Geschmack und ist gut zum Kochen und Backen geeignet.

 

Vegane Alternativen zu Milch: Kokosmilch

Kokosmilch ist aktuell mein absoluter Favorit unter den Alternativen zu Milch. Ich liebe einfach ihren Geschmack, der sehr fruchtig, aber auch nussig daherkommt. Sie hat gegenüber den anderen Alternativen zwar einen leicht erhöhten Fettgehalt, jedoch setzt sich dieser aus überwiegend gesunden Fettsäuren zusammen.

Hinzu kommt, dass Kokosmilch reich an Magnesium und Kalium ist. Sie ist ideal zum Kochen und Backen geeignet und verleit dem Essen einen leckeren Aromakick, der jedoch nicht zu penetrant ist.

Besonders angetan hat es mir übrigens die Kokosmilch von Koko Dairy Free. Sie ist (natürlich) vegan, Glutenfrei, Sojafrei und (natürlich) Laktosefrei und enthält außerdem, haltet euch fest liebe Veganer, Vitamin D und Vitamin B12! Zusätzlich ist sie noch frei von unnötigen Zusatzstoffen und, falls ich es noch nicht erwähnt habe, geschmacklich einfach nur der absolute Kracher!

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